Biografie

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An diesem Abend habe ich plötzlich Tschaikowskys 4. Symphonie zu mögen gelernt. Dank der einmaligen Interpretation von Gustavo Gimeno, der hier auf den Pfaden von Yevgenij Mravinskij wandelt.

Tageblatt Luxembourg

Gustavo Gimeno ist Musikdirektor des Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) und Chefdirigent des Toronto Symphony Orchestra (TSO). Als 11. Chefdirigent des TSO tritt er seine vorerst auf fünf Jahre ausgelegte Amtszeit mit Beginn der Spielzeit 2020/2021 an.

Seit 2015 ist Gustavo Gimeno Musikdirektor des OPL. Er leitet den Klangkörper in vielfältigen Konzertformaten in Luxembourg und wird mit ihm in zahlreichen der wichtigsten Konzerthallen Europas auftreten. Mit Gastkonzerten in Deutschland, Spanien, Frankreich, Schweden und erstmals Südamerika knüpft er an erfolgreiche Tourneen der vergangenen Spielzeiten an. Solisten wie Yuja Wang, Anja Harteros, Bryn Terfel oder Frank Peter Zimmermann kehren regelmäßig nach Luxembourg zurück, um das Podium mit dem OPL und seinem Chefdirigenten zu teilen. Im Frühjahr 2020 dirigierte Gustavo Gimeno die Uraufführung von Francisco Colls Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja, eine Auftragskomposition des OPL, des London Symphony Orchestra, Seattle Symphony, der Bamberger Symphoniker und des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra.

Einer der Höhepunkte der Saison 2020/2021 ist der Beethoven-Klavierkonzerte-Zyklus mit Krystian Zimerman, den Gimeno und Zimerman kurze Zeit später auch mit dem Concertgebouworkest aufführen werden.

Zusammen mit dem Klassiklabel PENTATONE wird die 2017 begonnene Aufnahmeserie mit dem OPL fortgesetzt. Bereits erschienen sind die 1. Sinfonien von Dmitri Schostakowitsch und Anton Bruckner, Maurice Ravels komplette Ballettmusik zu „Daphnis et Chloé“, Gustav Mahlers 4. Sinfonie, Igor Strawinskys „Le Sacre du printemps“, sein wiederentdeckter „Chant funèbre“, die Ballettmusiken zu „Jeu de cartes“  und „Agon“, Gioachino Rossinis „Petite Messe solennelle“ sowie jüngst César Francks Symphonie in d-Moll.

Darüber hinaus ist Gustavo Gimeno weltweit gefragter Gastdirigent. Er dirigiert 2020/21 unter anderem das Concertgebouworkest, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, das Israel Philharmonic Orchestra sowie Los Angeles Phiharmonic.

Sein Operndebüt gab Gustavo Gimeno 2015 mit Vincenzo Bellinis „Norma“ in Valencia. Mit Giuseppe Verdis „Rigoletto“ gab er im Januar 2019 sein Debüt an der Oper Zürich. Im Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg dirigierte er bislang Verdis „Simon Boccanegra“ wie auch Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ und Verdis „Macbeth“. Darüber hinaus gab er im Januar 2020 mit „Aida“ seinen Einstand am Gran Teatre del Liceu in Barcelona.

Geboren in Valencia, begann Gustavo Gimeno seine internationale Dirigentenkarriere 2012 – zu dieser Zeit Mitglied des Concertgebouworkest – als Assistent von Mariss Jansons. Maßgebliche Erfahrungen sammelte er zudem als Assistent von Bernard Haitink und Claudio Abbado, der ihn als Mentor intensiv förderte und in vielerlei Hinsicht prägte.

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